WordPress betreibt über 40 % aller Websites weltweit. Das ist beeindruckend – und gleichzeitig der häufigste Grund, warum neue Projekte bei uns mit einem Schulterzucken anfangen: „Wir dachten, WordPress wäre doch die einfache Wahl?"
Die Antwort ist: Kommt darauf an, was du willst. In diesem Artikel zeigen wir ehrlich, wann WordPress eine gute Idee ist – und wann individuell programmierte Websites jeden Euro wert sind.
Das Versprechen von WordPress
WordPress klingt verlockend: kostenlos, tausende Plugins, viele Themes, jeder Entwickler kennt es. Die meisten Agenturen nutzen es, weil es sich „schnell aufsetzen" lässt.
Aber: Was als „schnell" startet, wird im Lauf der Jahre teuer. Hier sind die drei größten Kostenquellen, die dir niemand vorher erzählt.
1. Sicherheit ist ein Dauer-Thema
WordPress ist das größte Angriffsziel im Web. Allein 2024 wurden über 4 Millionen WordPress-Sites durch Plugin-Schwachstellen angegriffen. Jeder Plugin-Update-Hinweis im Admin-Bereich ist keine Feature-Neuigkeit – es ist eine Warnung: „Wenn du nicht sofort aktualisierst, könntest du gehackt werden."
Das heißt: Ein WordPress-Projekt braucht laufende Pflege. Monatlich. Für immer.
2. Geschwindigkeit leidet mit jedem Plugin
Jedes Plugin lädt zusätzliches CSS, JavaScript und teilweise Datenbank-Queries. Nach 2-3 Jahren Plugin-Akkumulation sind 5+ Sekunden Ladezeit normal. Google belohnt schnelle Seiten – WordPress bestraft dich hier.
3. Abhängigkeiten
Wenn ein wichtiges Plugin nicht mehr weiterentwickelt wird (passiert ständig), hast du ein Problem. Migration auf ein anderes Plugin = viel Aufwand, oft Design-Verluste.
Wo WordPress wirklich gut ist
Fair bleiben: WordPress glänzt bei klassischen Blogs mit vielen Autoren und kleinen Budgets, die keine individuelle Anforderung haben. Wenn deine Website im Wesentlichen „Text und Bilder veröffentlichen" macht, ist WordPress eine OK-Wahl.
Was individuelle Entwicklung anders macht
Wir bauen Websites mit handgeschriebenem Code – meist statisch (HTML/CSS) oder mit einem schlanken Framework wie Symfony. Das bedeutet:
- Keine Plugin-Hölle. Kein Plugin kann veralten, weil wir keine benutzen.
- Ladezeiten unter 1 Sekunde. Kein Bloat, nur das Nötige.
- Maximale Sicherheit. Statische HTML-Seiten sind nicht hackbar – es gibt keine Datenbank als Angriffsziel.
- Volle Kontrolle. Du bekommst genau das, was du brauchst – nicht das, was ein Theme erzwingt.
Die ehrliche Kostenrechnung
Viele denken: „WordPress ist billiger, weil das Theme 50 € kostet."
Rechne mal die folgenden 3 Jahre durch:
| Position | WordPress | Individuell |
|---|---|---|
| Setup | 500–2.000 € (Theme + Konfiguration) | 3.000–8.000 € |
| Plugin-Lizenzen | 200–500 € / Jahr | 0 € |
| Wartung & Updates | 60–100 € / Monat | 30–60 € / Monat |
| Hosting | 15–40 € / Monat | 5–15 € / Monat |
| Sicherheitsvorfälle | schwer kalkulierbar | kaum möglich |
Nach 2-3 Jahren sind die Gesamtkosten fast identisch – bei deutlich besserer Technik auf der individuellen Seite.
Wann solltest du individuell entwickeln lassen?
- Deine Website ist Teil deines Markenauftritts und nicht nur Beiwerk.
- Du willst nachts durchschlafen und nicht über Sicherheitsupdates nachdenken.
- Du brauchst Ladezeiten, die bei Google belohnt werden.
- Du hast individuelle Anforderungen (z.B. spezielle Formulare, CRM-Anbindungen, Portal-Bereiche), die WordPress nicht sauber abbildet.
Fazit
WordPress ist nicht schlecht. Aber es ist eine Kompromisslösung, die oft als Billig-Option verkauft wird und nach 2 Jahren teurer wird als gedacht.
Wenn du eine Website willst, die schnell, sicher und langfristig wartungsarm ist – individuelle Entwicklung ist die ehrlichere Antwort.
Brauchst du eine Zweitmeinung zu deinem aktuellen Projekt? Schreib uns – wir schauen uns deine Anforderungen an und sagen dir ehrlich, ob WordPress oder individuelle Entwicklung besser passt.